Cognitive Load Theory & didaktische Reduktion
Die theoretische Grundlage dieses Ansatzes findet sich vor allem in der Cognitive Load Theory. Sie geht davon aus, dass das Arbeitsgedächtnis nur über eine begrenzte Verarbeitungskapazität verfügt. Lernen gelingt dann besonders gut, wenn diese Kapazität nicht durch irrelevante Reize gebunden wird.
Arten kognitiver Belastung
In der Forschung wird zwischen inhaltsbedingter kognitiver Belastung, gestaltungsbedingter Belastung und lernrelevanter Belastung unterschieden.
Inhaltsbedingte Belastung
Sie ergibt sich aus der Komplexität des Lernstoffs.
Gestaltungsbedingte Belastung
Entsteht durch unnötige Elemente wie dekorative Bilder, redundante Texte oder unklare Layouts.
Empirische Befunde
Studien zeigen, dass zusätzliche Reize das Verstehen erschweren können – selbst wenn sie gut gemeint sind. Besonders relevant sind der Split-Attention-Effekt und der Redundanz-Effekt, die belegen, dass Lernende kognitiv überfordert werden, wenn Informationen unnötig verteilt oder doppelt präsentiert werden.
Also: Nicht mehr Gestaltung, sondern bessere Gestaltung unterstützt Lernen.
Lernoberflächen müssen entlasten, nicht beeindrucken.