Kursabschluss definieren
3. Best Practice
Fokus: Aktivitätsabschluss (die gängigste Methode)
In der täglichen Praxis hat sich der Aktivitätsabschluss als das bevorzugte Kriterium für Kursabschlüsse etabliert – etwa 90% aller Moodle-Kurse nutzen diese Methode. Der Grund dafür ist einfach: Sie haben die volle Kontrolle darüber, welche Lernschritte tatsächlich absolviert werden müssen, bevor ein Kurs als beendet gilt.
Wie funktioniert es konkret?
Bei der Konfiguration des Kursabschlusses über Aktivitäten wählen Sie aus der Liste aller Aktivitäten in Ihrem Kurs gezielt jene aus, die als Pflicht gelten sollen. Stellen Sie sich vor, Sie gestalten einen Einführungskurs für neue Mitarbeitende: Sie könnten festlegen, dass das Einführungsvideo angesehen werden muss, der Test "Grundlagen" mit mindestens 80% bestanden sein muss, die Abschlussaufgabe eingereicht wurde und das Feedback-Formular ausgefüllt ist. Erst wenn alle vier dieser Aktivitäten den Status "abgeschlossen" haben, registriert das System den gesamten Kurs als abgeschlossen.
UND oder ODER? Die Verknüpfungslogik verstehen
In den Kursabschluss-Einstellungen finden Sie eine wichtige Option zur Verknüpfungslogik: Sie können wählen, ob alle markierten Aktivitäten abgeschlossen sein müssen (UND-Verknüpfung) oder ob es ausreicht, wenn eine der markierten Aktivitäten abgeschlossen ist (ODER-Verknüpfung).
Die UND-Verknüpfung ist der Standardfall und wird in nahezu allen Kursen verwendet: Lernende müssen wirklich alle definierten Pflicht-Aktivitäten durchlaufen. Die ODER-Verknüpfung kommt nur in Sonderfällen zum Einsatz, etwa wenn Sie verschiedene Lernpfade anbieten und Teilnehmende sich für einen davon entscheiden können. In diesem Fall würde der Kurs als abgeschlossen gelten, sobald der gewählte Pfad vollständig durchlaufen wurde.